…die Steuern sinken – trotz allem

Sacha Jacqueroud
Von Sacha Jacqueroud - Chefredaktor
Sichert Steuersenkung zu: Regierungsrätin Astrid Bärtschi.

Foto: Foto: zvg/Ung

Einfach erklärt
Der Kanton Bern muss wie alle anderen Kantone ohne Gewinne der Nationalbank auskommen. Dennoch präsentiert er schwarze Zahlen. Deshalb soll auch die Steuersenkung, wie angekündigt, zum Tragen kommen.
Es sah schon rosiger aus, als Regierungsrätin Astrid Bärtschi vor einem Jahr die Zahlen des Kantons präsentierte. Inzwischen weiss man, dass die Nationalbankgelder ausbleiben, die Korrektur im Budget 2024 ist entsprechend deutlich. Zumindest kurzfristig; mittelfristig bleibt der Kanton optimistisch und prognostiziert deutliche Gewinne.

Bereits im Jahr 2025 sollen es wieder 377 Mio. Franken sein, gar deren 416 im Jahr 2026. Doch im kommenden Jahr konzentriert sich der Kanton Bern auf eine schwarze Null mit einem Plus von 13 Mio. Franken. So gesehen ist das, dass auch wenn die Gewinnausschüttung der Nationalbank nun ausfällt, nach wie vor ein solides Ergebnis.

Für die Bevölkerung und die bernischen Unternehmungen dürfte aber vordergründig spannend sein, zu erfahren, ob der Kanton Bern an den vorgeschlagenen Steuersenkungen festhält? «Ja, das tun wir und zwar sowohl bei den natürlichen, wie auch bei den juristischen Personen», versichert Regierungsrätin Astrid Bärtschi (die Mitte). Die Unternehmenssteuern sollen 2024 um zwei Steuerzehntel sinken. Doch auch mit dieser Erleichterung bleibt der Kanton Bern der teuerste der Schweiz, neu aber nur noch knapp hinter Zürich. Ein Jahr gedulden müssen sich die natürlichen Personen. Ab 2025 verringern sich hier die Steuern um 0,5 Steuerzehntel. Erfreulich für Bevölkerung und Firmen: Trotz schlechterer Zahlen sinken die Steuern.

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