Die Haut des 6,2 Tonnen schweren Chamäleons vor dem Einkaufszentrum ist – wie sie auch in der Heimat dieser Tiere, in Madagaskar, vorkommen mag – in den letzten Jahren etwas verwittert und abgenutzt. So erhielt eine Gruppe von Neuntklässlerinnen die Aufgabe, dem Tier einen neuen Anstrich zu verpassen. Was wählten sie? Klar: ein knalliges Pink samt gelbem Muster auf dem Rückenkamm. Das Chamäleon Leon ist stolz auf sein neues Aussehen. Es hat mit seinen grossen Augen den Überblick über die Passantinnen und Passanten an der Riedbachstras-se und lässt sich gerne von den Quartierkindern beklettern. Er mag es aber nicht, wenn Abfälle unter seinem Bauch entsorgt werden. An der Riedbachstrasse 8, 9, 10 und 12 soll auf dem Areal des heutigen Zentrums Bethlehem eine dichte, nutzungsdurchmischte Überbauung mit mehrheitlich preisgünstigen Wohnungen, verschiedenen Einkaufs-, Arbeits- und Gewerbeflächen sowie attraktiven Freiräumen entstehen. Das Areal wird künftig Raum für rund 550 Einwohnende und 500 Erwerbstätige bieten. Mittendrin steht jetzt Leon. Was geschieht mit ihm während der Bauarbeiten? Schulleiter Markus Gerber weiss Bescheid: «Rechtzeitig vor Baubeginn wird der Koloss an die Waldmannstrasse transportiert, wo er vor dem Wohnheim Acherli einen schönen Platz finden wird.»
Ob er danach wieder ins neue Zentrum einziehen wird? Leon blinzelt und lacht: «Wart’s ab. Das geht ja noch eine Weile.»