Spiel und Spass, Most und Honig, Wurst und Brot

Marc de Roche
Selber Apfelsaft pressen unter Anleitung der Obstgruppe. Malou macht's vor.

Foto: Foto: MDR

Einfach erklärt
Der Herbstmärit im Brünnenpark bringt Menschen, Natur und Naturprodukte zusammen. Kulinarisch, spielerisch und wissenschaftlich. Das Konzept der Stiftung B stösst Jahr für Jahr auf mehr Begeisterte in und um den Stadtteil VI.
War das ein fröhlicher Septembertag in der Parkanlage Brünnengut. Die Stiftung B lud zum Herbstmärit ein; eigentlich ein kleiner Märit, schnell überschaubar links und rechts am Fussweg, der den Park vom Gäbelbach zur Riedbachstrasse quert. Aber das Angebotene war enorm vielfältig.

Kinder strebten sofort dem Spielmobil Bern West zu, und die Eltern folgten dem Duft von Swiss Barista, dem edlen Kaffee, liebevoll geröstet in Bümpliz. Das Essen war international: Bewährtes im Café der Band-Genossenschaft und beim Stand vom Bio-Bauernhof aus dem Gantrisch, viel Italienisches bei «Io e lei», Fingerfood und Punsch beim Verein Sonnhalde und beim Verein Notbett. Umringt war auch der Stand von Imker Harry Beyeler, der Honig von den Bienen im Tscharnergut macht und manche Geschichte von den fleissigen Insekten zu erzählen weiss. Viel Neues und Interessantes erfuhr man am Stand des Vereins NaturBernWest: Bei der Aufwertung rund um den Teich im Brünnenpark wurde Totholz vergraben, und die Ruderalfläche vor den Trockenmauern wurde von Schnellwuchs befreit, damit wieder mehr Sonne die Steine für die Eidechsen aufwärmt. Bei «Tür an Tür» gab es Beratung gegen häusliche Gewalt in der Nachbarschaft. 

Köstliches Obst

Vor 13 Jahren wurden im Brünnenpark insgesamt 70 Obstbäume (pro specie rara) gepflanzt, Fachleute von Stadtgrün pflegten und hegten die kostbaren Äpfel-, Birnen-, Kirschen-, Zwetschgen-, Pflaumen- und Quittenbäume. Die Obstgruppe lud das Parkpublikum zu besonderen öffentlichen Obstpflücktagen ein und präsentierte am Märit die genüssliche Brünnengut-Ernte. Wer kennt sie noch, die Äpfel der Sorte Berner Rose und die legendäre  Hanslibirne? Zu guter Letzt spielte auch noch das Junior-Ensemble der Jugendmusik Bern-Bethlehem. Der Sound reisst mit, und es sei gerne erwähnt, dass die Jugendmusik am 22. Oktober auch am Bienzgut-Sonntag zu hören und sehen ist. Anna Schädelin, die neue Betreuerin der Parkanlage, freut sich über den gelungenen Anlass. «Das bestärkt die Stiftung B und die Parkkommission, das Brünnengut mit neuen Events zu beleben.» Anregung: Vereine im Westen von Bern – auch kleine – können sich überlegen, ob sie hier nächstes Jahr einen Stand aufstellen möchten. Es ist eine günstige und unkomplizierte Gelegenheit, Leute, Tätigkeit und Ziele eines Vereines zu präsentieren. Melden Sie sich bei der Geschäftsstelle der Stiftung B.

GEKENNZEICHNET:
Teile diesen Artikel

Neue Beiträge

Neues Kleid

Die Haut des 6,2 Tonnen schweren Chamäleons vor dem Einkaufszentrum ist – wie sie auch in der Heimat dieser Tiere, in Madagaskar, vorkommen mag – in den letzten Jahren etwas…

2 Min. zum Lesen

100’000 PS in Frauenkappelen

Am ersten Juni-Sonntag war die Hauptstrasse in Frauenkappelen nur langsam befahrbar. Die…

4 Min. zum Lesen

Wichtige Forschung an Organoiden

Der aktuelle Ebola-Ausbruch zeigt einmal mehr, wie wichtig das Wissen über Krankheits­erreger…

4 Min. zum Lesen

Herzbeschwerden und Ängste

Spontan haben wir heute eine Frau angesprochen, die vermutlich der einen Leserin…

5 Min. zum Lesen

Maisgetränk «Chicha»

Mais, Äpfel und Quitten: Peruanische Kultur und Schweizer Handwerk werden im neuen…

2 Min. zum Lesen