Nirgends so streng wie in Bern

Sacha Jacqueroud
Von Sacha Jacqueroud - Chefredaktor
Der Berner Grossrat Philip Kohli.

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Einfach erklärt
Einfach Erklärt: Es braucht mehr Taxifahrer. Doch die Ausbildung ist lang; viele wollen das nicht. Taxifahrten sind aber gefragt. Das Berner Parlament will die Ausbildung deshalb nun parallel zum Beruf anbieten.
Der Personalmangel macht auch vor dem Taxiwesen nicht Halt. Interessierte gibt es zwar, aber die Ausbildungsdauer für Ortskenntnisse und Bestimmmungen ist lange und erfolgt nicht berufsbegleitend. Das will nun eine Motion des Grossen Rats ändern.

«Der Kanton Bern verfügt über eine der strengsten Taxiregulierungen schweizweit», stellt Grossrat Philip Kohli (die Mitte) fest. Aus diesem Grund lanciert er zusammen mit Grossrätin Katharina Bauman (EDU) und Grossrat André Roggli (die Mitte) einen parlamentarischen Vorstoss mit dem Titel: «Personalmangel entgegenwirken, Etappierung der Voraussetzungen zur Erlangung der Taxiführerbewilligung.» Grundsätzlich gäbe es genügend interessierte Menschen für den Taxiberuf, aber die Dauer von rund einem halben Jahr sei verhältnismässig lang. Das führe dazu, dass das Personal nicht innert nützlicher Fristen eingesetzt werden kann. Bewerbende suchen sich Alternativen und bleiben fern. Die Motionäre wollen eine provisorische Bewilligung erwirken, damit die frischen Taxiführerinnen berufsbegleitend die Ausbildung absolvieren können. Sie verweisen aufgrund der Problematik der Ortskenntnisse auf das Navigationsgerät, das inbesondere zu Beginn eingesetzt werden darf. Die Dringlichkeit sei gegeben, weil Taxifahrten sich wieder steigender Beliebtheit erfreuen. «Zu Bern als Bundeshauptstadt gehört ein stabiles und funktionierendes  Taxinetz», meint Kohli.

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