Seit etwa drei Jahren ist für die Dorfgemeinschaft jedoch fraglich, wie lange der Markt noch überleben kann. Weniger Besuchende bedeuten weniger Stände – der Märit gerät in eine Negativ-spirale. Auch Grossanlässe trugen dazu bei. Melina Pavan vom OK erklärt: «Entweder wir lassen es so sein, wie es ist, und diese junge Tradition stirbt nach nur 39 Jahren wieder aus, oder wir ändern etwas und bringen neuen Schwung herein.» Für Pavan ist klar, dass nur der zweite Weg infrage kommt. Sie ist im Wangental aufgewachsen und verkaufte schon als Kindergartenkind Selbstgebasteltes am Wangenmärit. «Für mich gehört dieser Markt einfach dazu.» Das Märit-Komitee hat sich zusammengesetzt und Ideen gesammelt. Ein neuer Slogan und ein neues Logo wurden entwickelt, die Webseite neugestaltet und die Werbung verstärkt. Unter dem Slogan «Wangenmärit – wo me lädelet, gniesst und zämechunnt» soll der Markt wieder mehr Personen anziehen. Die unterschiedlichsten Menschen sollen hierherkommen, ausstellen, einkaufen und den Tag gemeinsam geniessen. In diesem Jahr umrandet den Märit zudem ein neues Rahmenprogramm mit Line Dance Workshop, musikalischen Attraktionen und Comedy. «Jeder sollte wissen, dass dieser Märit einen Besuch wert ist», sagt Pavan. Erfreulich sei, dass aktuell so viele Stände angemeldet seien wie seit Langem nicht mehr. «Wir wollen uns dieser schnelllebigen Zeit anpassen und gleichzeitig die schöne Tradition wahren, bei der Menschen sich begegnen und Geselligkeit erleben können.»
Am 29. August kann auf dem Märit allerlei entdeckt werden.
Foto: Wangenmärit
Einfach erklärt
Ein neues OK-Team will den Wangenmärit in Oberwangen mit frischen Ideen für Besuchende und Ausstellende wieder attraktiver machen.
Jeweils am letzten Samstag im August verwandelt sich das Dorfzentrum von Oberwangen in einen Treffpunkt für Jung und Alt. Seit 1987 gehört der «Wangenmärit» zu den beliebtesten Dorfmärkten der Region.
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