Die benötigten 10’000 Unterschriften kommen schnell zustande. Nach drei Monaten übergeben die Referenten gar über 14’000 Unterschriften an die Staatskanzlei. Nun wird das Volk voraussichtlich am 14. Juni darüber befinden können, ob es einverstanden ist, 81 Mio. Franken an Steuergeldern für die Kunst zu sprechen. Die Referenten betonen, dass sie nicht gegen das Kunstmuseum seien, sondern gegen «ein unausgewogenes, überdimensioniertes Bauprojekt in einer Zeit, in der der Kanton Projekte streichen oder aufschieben muss – etwa bei Schulen, der Infrastruktur oder in der Gesundheitsversorgung», heisst es in der Medienmitteilung. Die SVP Stadt Bern und Grossrat Thomas Fuchs an vorderster Stelle, haben sich für den Gang vors Volk starkgemacht. Zu einem frühen Zeitpunkt, denn im Rat ging es vorerst um den Planungskredit von rund 16 Mio. Franken. Doch die Kostensteigerung und die Tatsache, dass der Kanton jährlich 12,5 Mio. Franken für das Kunstmuseum sowie das Zentrum Paul Klee ausgibt, heizen die Diskussion zusätzlich an. Ist für das Kunstmuseum nur das Beste gut genug, oder ragt dieser Kredit turmhoch aus der bernischen Kulturszene heraus und schliesst damit viele aus? Nun wird das Volk diese Frage beantworten.
Unterschriftenabgabe vor der Staatskanzlei
Foto: zvg
Einfach erklärt
Das Kunstmuseum soll für 147 Mio. Franken saniert werden. Dagegen haben die SVP und die EDU das Referendum ergriffen und nun über 14’000 Unterschriften eingereicht.
Das Kunstmuseum soll für 147 Mio. Franken saniert werden. Dagegen haben die SVP und die EDU das Referendum ergriffen und nun über 14’000 Unterschriften eingereicht.
Einst sollte der Kanton 40 Mio. Franken beisteuern; wenig später lautete die Zahl bereits 57,6 Mio. Franken. Heute sollen gar 81 Mio. Franken an Steuergeldern aufgewendet werden, um das Kunstmuseum zu sanieren und zu erweitern. Insgesamt soll das Vorhaben 147 Mio. Franken kosten, und es ist nicht abzusehen, dass die Zahlen nochmals ansteigen. Genug ist genug, sagen sich deshalb SVP sowie EDU und ergreifen das Referendum.
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