Günther Ketterer wollte dabei mithelfen, den Stadtteil VI umzugestalten, und lebte mit seiner Familie gerne in einem lebendigen, multikulturellen Umfeld in Bümpliz. Ketterers Liebe galt der Kunst. So engagierte er sich mit seiner Frau Carola Ertle in der Stiftung B und der Kunstachse rund um die Cabane B. Weiter entstand das Videokunst-Fenster im Bienzgut und die ART-Nachlassstiftung mit dem Kunstraum Bern Bümpliz in der Fussgängerzone. Ein weiteres wichtiges Anliegen war ihm die Idee der Selbstverwaltung und der Wirtschaftsdemokratie – er gründete das Treuhandbüro TIS (Treuhand- und Informationsstelle für Selbstverwaltung). 1979 wirkte er bei der Gründung der heutigen Brasserie Lorraine mit, engagierte sich im Weltladen in der Rathausgasse und initiierte Basisdruck, Berns erste selbstverwaltete Druckerei. Schon 1984 hatte er die Wohngenossenschaft Bern mitbegründet, um Wohnraum der Spekulation zu entziehen – was auch in Bümpliz gelang. 1990 war er an der Gründung der Alternativen Bank in Olten und 2004 der npg AG für nachhaltiges Bauen beteiligt. Mit seiner Energie und Vielfalt an Projekten brachte Ketterer vieles ins Rollen und war stets eine treibende Kraft.
In lieber Erinnerung an Günther Ketterer.
Foto: zvg/Alexander Egger
Einfach erklärt
Der Bümplizer Günther Ketterer verstarb am 21. November im Alter von 74 Jahren. Er war ein sehr engagierter Mensch und hat während seiner Lebzeiten vieles für den Stadtteil VI gemacht.
Günther Ketterer lebte seit 1985 in Bümpliz. Nun ist er am 21. November im Alter von 74 Jahren verstorben. Er hinterlässt ein beeindruckendes Lebenswerk, das von Tatkraft, Weitblick und einem unerschütterlichen Engagement für Gemeinschaft und Kultur geprägt ist.
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