Breitensport am Puls der Zeit

Christine Vogt
Knapp 60 TSV-Mitglieder besuchten das Eidgenössische Turnfest in Lausanne.

Foto: zvg

Einfach erklärt
Seit 1948 gibt es den Turn- und Sportverein Frauenkappelen. 177 Kinder, Junge und Ältere trainieren in 15 Gruppen. Der Verein ist gut für die Gemeinschaft. Er bringt Leben ins Dorf.
Wenn im Turn- und Sportverein Frauenkappelen geturnt wird, geht es um mehr als nur Sport. Seit Generationen ist der Verein ein Treffpunkt für Bewegung, Gemeinschaft und soziales Engagement.

Alles andere als verstaubte Leibesübungen: Dass ein Turn- und Sportverein auch in der heutigen Zeit seine Mitglieder begeistern kann, zeigt das Beispiel des TSV Frauenkappelen.

Ein Verein mit Tradition begeistert heute wie nie zuvor

Als im Jahre 1948 der Turnverein Frauenkappelen entstand, hätte man sich wohl nicht im Geringsten vorstellen können, was in dieser Sportgemeinschaft heute alles los ist. Ein wichtiger Schritt war der Zusammenschluss der Frauenriege mit dem Männerturnverein im Jahr 1998. Heute besteht der Verein aus 15 Riegen, von Jung bis Alt, und erfreut sich grosser Beliebtheit: Zum Beispiel das erweiterte Geräteturnen, wofür bereits die nächste Warteliste gefüllt ist. Der Turn- und Sportverein der beiden Gemeinden Frauenkappelen und Bern (Oberbottigen/Riedbach) bietet momentan rund 177 Bewegungsfreudigen ein äusserst vielseitiges Programm, welches aktiv genutzt wird.

Wo sich Generationen verbunden fühlen

Monika Holzer, die Vereinspräsidentin, freut es sehr, dass das individuelle Angebot unterschiedliche Generationen anspricht. Ob Miki Turnen, Leichtathletik, Geräteturnen, Korbball oder Aktiv 50+ – für alle ist etwas dabei. Wer sich gerne bewegt, kann sich im Training wie an Wettkämpfen beim Spielturnier, Sprinten, Weitsprung, Kugelstossen, neu auch beim Stabhochsprung oder vielen anderen sportlichen Aktivitäten austoben. Natürlich sind auch der Staffettenlauf und das Seilziehen als Rahmenprogramm an Wettkämpfen immer noch beliebt. Ein bunter Strauss an unterschiedlichen Menschen trifft im Verein aufeinander und gerade die verschiedenen Altersgruppen sorgen für eine wertvolle Dynamik.

Im Zentrum steht die Gemeinschaft

Sie sei schon immer ein Vereinskind gewesen, sagt Monika Holzer, und nicht nur der Sport, sondern auch die daraus entstandenen langjährigen Freundschaften seien für sie enorm wertvoll. Jugendförderung steht im Fokus und schon früh üben sich die jüngeren Mitglieder darin, Verantwortung zu übernehmen. Man hilft einander, löst gemeinsam Konfrontationen und lernt, den Zusammenhalt der Gruppe zu schätzen. Das gemeinsame Aufräumen nach dem Training und nach Anlässen fördert den Teamgeist ebenso wie das Feiern gemeinsamer Erfolge. So lernen bereits die Kleinsten, dass es miteinander einfacher geht. Mit zu den sozialen Kompetenzen darf auch der Wettbewerb gelebt werden – das ist ein wichtiger Antrieb für die Jugendlichen. So sorgt der Verein für ein wertvolles Netz, welches in der heutigen schnelllebigen Zeit Halt und Sicherheit geben kann.

Grosses Engagement der Jugendlichen

In den Trainings geht oft die Post ab: Da erstaunt es nicht, dass sich auch Jugendliche selbst als Trainer und Trainerinnen im Verein engagieren wollen. Gerade die Möglichkeit, auch polysportiv unterwegs zu sein, ist attraktiv und begeistert viele junge Athletinnen und Athleten. Voraussetzungen sind eine einwöchige Ausbildung zum J&S-Leiter, Freude an Sport und Bewegung sowie eine Bereitschaft, seine Zeit und Energie in die Aufgabe zu investieren. Davon profitieren beide Seiten: Die jungen Erwachsenen können schon früh erste Leitungserfahrungen sammeln und Verantwortung übernehmen, während der Verein von motivierten Nachwuchsleitenden mit frischem Wind profitiert.

Die Highlights wollen nicht verpasst werden

In der Regel zwei Mal pro Jahr kommen die Athletinnen und Athleten beim Turnfest zusammen und man misst sich in verschiedensten Disziplinen. Unvergessliche Momente bot das Eidgenössische Turnfest 2025 in Lausanne und es hat nebst Schweiss für so manch strahlendes Lächeln gesorgt. Der Zuckerguss des Vereinsjahres ist aber noch immer das Trainingslager: Rund 78 Mitglieder haben am letztjährigen Lager teilgenommen. Aber nicht nur dort wird die Gemeinschaft gelebt, sondern auch beim jährlichen Unterhaltungsabend staunt, lacht und feiert man. So manche Freundschaft durfte dank des Vereins geschlossen werden: Die Anlässe schweis-sen die Athletinnen und Athleten zusammen und so trifft man sich gerne auch am Skitag oder bei der Herbstwanderung wieder. Einmal pro Jahr erscheint dann die «Turn-Zytig», wo die Glanzpunkte noch einmal beim Lesen erlebt werden dürfen. Mitmachen, das ist die Devise des ambitionierten und beliebten Turn- und Sportvereins Frauenkappelen.

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