Heinz Steck lebt nicht mehr

PD
Von PD
Heinz Steck.

Foto: zvg

Einfach erklärt
Der Stadtteil VI verliert einen Urbümplizer. Heinz Steck hat sich zeitlebens für «seinen» Stadtteil stark gemacht. Er verstarb am 1. Juni im Alter von 94 Jahren.
Am 1. Juni verstarb Heinz Steck im Alter von 94 Jahren. Geboren 1931 in Bümpliz, blieb er seiner Heimatstadt Bern, insbesondere Bümpliz und Bethlehem, ein Leben lang tief verbunden.

Schon früh begeisterte er sich für Geschichte, für Sport und für das Handwerk, das sein berufliches Leben prägen sollte.

Nach einer erfolgreichen Berufslehre bei der Carrosserie Gangloff, die er als Jahrgangsbester abschloss, engagierte sich Heinz Steck später über viele Jahre als Berufsschullehrer und Prüfungsexperte. Er war massgeblich an der Weiterentwicklung der Berufsbildung in der Carrosseriebranche beteiligt w– sowohl regional als auch national wie auf europäischer Ebene. Für seinen langjährigen Einsatz wurde er mehrfach geehrt, unter anderem als Ehrenpräsident des Berner Carrosserieverbands und Ehrenmitglied des Schweizer Verbandes.

Als Sohn des Firmengründers der Carrosserie Steck AG wirkte er von Anfang an am Aufbau des Familienbetriebs mit und prägte diesen mit seiner Führung und seinem Fachwissen entscheidend. Heute wird die Carrosserie Steck AG in dritter Generation weitergeführt und feiert dieses Jahr ihr 75-jähriges Bestehen.

Auch privat war Heinz Steck vielfältig engagiert: ob als aktiver Turner und eidgenössischer Zehnkämpfer in jungen Jahren, als langjähriger Organisator des BeaumontCup – dem grössten Tennis-Doppelturnier der Schweiz – oder als Ehrenmitglied im Tennisclub und in der Schützengesellschaft. Sein wacher Geist, seine Neugier, seine Begeisterung für Geschichte und seine lebenslange Offenheit für Neues blieben ihm bis zuletzt erhalten. 

Heinz war ein Familienmensch. 1959 heiratete er Margrit Widmer und gemeinsam zogen sie vier Kinder gross. Der Esstisch am Untermattweg war immer ein offener Begegnungsort.

Er selbst sagte: «Wenn ich einmal sterbe, möchte ich den Menschen lebendig in Erinnerung bleiben und nicht tot aufgebahrt.» In diesem Sinne wird Heinz Steck seinen Angehörigen, Freunden, Kollegen und Weggefährten als engagierter, herzlicher und humorvoller Mensch in Erinnerung bleiben.

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