«Hätte ich helfen können?» – Hilfe für Hinterbliebene

Salome Guida
Von Salome Guida - Redaktorin
Es hilft schon viel, in der Trauer nicht allein zu sein.

Foto: zvg/EE

Einfach erklärt
Nach einem Suizid gibt es viele Mitbetroffene. Zum Beispiel Eltern, Kinder, Partnerinnen oder Freunde. Sie sind oft allein und haben Schuldgefühle. Es gibt Selbsthilfegruppen für sie. 
Partnerinnen, Freunde, Kinder, Eltern, Lokführer oder Mitarbeitende von Blaulichtorganisationen: Ein Suizid betrifft meist zahlreiche Personen aus dem engeren und weiteren Umfeld der betroffenen Person. Jeder Suizid hinterlasse im Schnitt 135 Mitbetroffene. Trauernd, traumatisiert, so die Schätzung der WHO.

Einer, der sich damit auskennt, ist Jörg Weisshaupt. Der Mitbegründer des Vereins trauernetz ist seit über 20 Jahren in der Nachsorge von Suizidbetroffenen tätig. «Viele Angehörige kämpfen mit Fragen wie ‹Was hätte ich besser machen können, um das zu verhindern?›», weiss er aus hunderten von Gesprächen. Hinzu kommen Wut, Trauer, Schock oder Schuldgefühle. Viele Betroffene erleben, wie sich ihr Umfeld aufgrund von Hilflosigkeit distanziert. Umso wichtiger sind Angebote wie Selbsthilfegruppen. Der Verein trauernetz bietet u. a. in Bern solche an, unter dem Namen Nebelmeer auch für Kinder und Jugendliche. «Denn Suizidnachsorge», so Weisshaupt,  «ist auch Suizidprävention».

 

Es gibt Hilfe

Der 10. September ist Welt-Suidiz-Präventionstag. Die meisten suizidalen Personen möchten gar nicht tot sein – aber sie möchten nicht mit den sie bedrückenden Schmerzen oder Bürden leben. Doch Depression ist behandelbar. 

Es gibt Auswege, es gibt Hilfe: 

Niederschwellige Stellen sind u. a.:

Die Dargebotene Hand: 143 / 143.ch

Pro Juventute: 147 / 147.ch

reden-kann-retten.ch

Für Hinterbliebene: trauernetz.ch

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