Man kann motzen, man kann poltern, man kann politisieren, man kann aber auch kreativ sein. Die Bürgergruppe IG Dorfstrasse Hinterkappelen, die es übrigens schon länger gibt, hat beschlossen, Absperrbänder an zwei Drohnen zu befestigen um aufzuzeigen, wie erdrückend die geplante Überbaung tatsächlich wird. Der alte Kastanienbaum wenige Meter entfernt überragt alle Bauernhausdächer. Doch sogar dieser stolze Baum wird von der schieren Grös-se der Gebäude überschattet. «Das ist in den Dimensionen einfach zu extrem», kommentiert Heinz Pulfer als Sprecher der IG Dorfstrasse. Diesen Eindruck vermitteln die Drohnen mit ihren Absperrbändern in luftiger Höhe. Die Anwohnenden betonen, dass sie nicht gegen eine Überbauung seien, aber doch bitte eine, die sich ins Gefüge des ländlichen Charakters einfügt und das Ortsbildschongebiet respektiert. Am 28. September befindet die Stimmbevölkerung über die Zonenanpassung der Sahlimatte. Lehnt sie diese ab, stirbt das Projekt. Kommt die Umzonung durch, werden die Anwohnenden mit Einsprachen das Projekt zu verzögern wissen. «Niemand von uns macht das gerne, aber wir müssen etwas tun», ergänzt Pulfer. Es liegen nicht nur dunkle Schatten über der Dorfstrasse und dem alten Kastanienbaum, sondern auch über der Sahlimatte. Fortsetzung folgt.
Die Absperrbänder an der Drohne zeigen die Höhe der Gebäude.
Foto: zvg
Einfach erklärt
Die Sahlimatte in Hinterkappelen soll überbaut werden. Die bis zu 17 m hohen Gebäude verändern das ländliche Bild der Dorfstrasse. Dagegen wehren sich die Anwohnenden.
Die Sahlimatte in Hinterkappelen soll überbaut werden. Die bis zu 17 m hohen Gebäude verändern das ländliche Bild der Dorfstrasse. Dagegen wehren sich die Anwohnenden.
Fast möchte man meinen, ein Hinterkappeler wäre unlängst Schwingerkönig geworden. Viele Transparente zieren die Dorfstrasse. Doch sie tragen alle keinen Namen, sondern eine Botschaft: «Nein zur Sahlimatte». Ein Bauprojekt, das sich vor den lieblichen Gärten der Anwohnenden bis zu 17 m in die Höhe türmen soll. Nun wehren sie sich.
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