Die Finanzen stimmen, die Mitgliederzahlen auch, der Ausschuss voll besetzt und das Referat von Karl Zimmermann und Rudolf Winzenried über KMU-Übernahmen ein vielgelobtes Lehrstück. Dennoch drückt der Schuh. «Viele Menschen in der Stadt Bern haben einen akademischen Hintergrund oder arbeiten in den Verwaltungen. Ihnen kommt das Gewerbe erst in den Sinn, wenn etwas kaputt ist oder geliefert werden soll. Dann sollten wir sofort auf Platz sein und helfen – sonst aber weit weg sein. Andere wiederum denken, dass wir alle einfach böse, grosse Konzerne sind.» Diese Grundstimmung gegen das Gewerbe bedroht Existenzen. Präsident Steck ist in Bethlehem mit seiner Carrosserie selbst betroffen. «Ich bin nie gefragt worden, was ich brauche, damit ich bleibe», meint er. Gewerbe stört, eine Mehrheit in der städtischen Politik will es aus dem Weg haben. Deshalb ruft Steck das bernische Gewerbe auf, sich als «Influencer» für das Gewerbe einzusetzen. Denn es werde «geplant, als wäre das Gewerbe nichts wert».
Peter Steck, Präsident des KMU Stadt Bern, ist aus dem Stadtteil VI.
Foto: SJ
Einfach erklärt
Dem KMU Stadt Bern geht es gut. Dennoch schlägt er Alarm. Die Politik verdrängt das Gewerbe und sorgt dafür, dass es immer schwieriger wird, in Bern überhaupt noch ein Gewerbe zu betreiben.
Dem KMU Stadt Bern geht es gut. Dennoch schlägt er Alarm. Die Politik verdrängt das Gewerbe und sorgt dafür, dass es immer schwieriger wird, in Bern überhaupt noch ein Gewerbe zu betreiben.
«Wir müssen schauen, dass wir nicht unter die Räder geraten.» Präsident KMU Stadt Bern, Peter Steck, zeigt auf die Visualisierungen von städtebaulichen Massnahmen, die oft das Gewerbe benachteiligen oder gar verbannen. An der Mitgliederversammlung des KMU Stadt Bern im Casino läuft alles wie am Schnürchen. Wäre da nur nicht dieses Gefühl, bei der Stadtregierung nicht erwünscht zu sein.
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