Einander helfen – rasch und unkompliziert

Marc de Roche
Die Hilfe des Initiativkomitees ist gratis und auch sonst an keine Bedingungen geknüpft.

Foto: zvg

Einfach erklärt

Wer Hilfe braucht, kriegt sie gratis. Einfach anmelden, dann kommen die Helferinnen und Helfer und erledigen kleine und grosse Aufgaben.

Hans, der am Stock geht und schon lange sein Altglas entsorgen sollte, Susanna, die ihren Freundinnen gerne ein WhatsApp oder eine Mail schicken würde, aber nicht weiss, wie, Anaïs, die sich unsicher ist, wie sie eine überzeugende Bewerbung schreibt, oder Carlos, der froh wäre, wenn er wieder mal ein paar Stunden für sich beanspruchen könnte, aber niemanden hat, der die Kinder hüten würde. Falls Sie sich mit diesen erfundenen Beispielen identifizieren und Hilfe benötigen, kommt die Aktion Gratishilfe genau richtig.

Sie findet diesen Frühling zum 10. Mal im Westen von Bern statt. Die Aktion geht ganz unkompliziert: Wer etwas braucht, ruft an oder schreibt eine E-Mail-Nachricht und erklärt, was er oder sie möchte. Gemeinsam wird der Einsatz definiert und ein Termin vereinbart. Dann kommen die Helferinnen und Helfer und erledigen das Gewünschte. Das Ganze kostet nichts und ist auch sonst an keine Bedingungen geknüpft.

Wichtiger Wert

Fast alle Mitwirkenden der Aktion wohnen an der Bottigenstras-se 4 und sind seit Jahren dabei. Menschen zu helfen, ist ein wichtiger Wert ihres christlichen Glaubens, der ihr Fundament bildet. Was motiviert die jungen Menschen, diese Gratishilfe Jahr für Jahr anzubieten? Andrin Kasper erklärt: «Es ist in unserem Wohnblock selbstverständlich, dass wir einander helfen, rasch und unkompliziert. Diese Unterstützung wollen wir auch nach aussen weitergeben. Das macht Freude und bringt immer wieder spannende Begegnungen mit überraschenden Lebensgeschichten, aber auch mit schwierigen Schicksalen. Gerade bei Seniorinnen und Senioren gibt es viel Einsamkeit in unseren Quartieren.»

Nur Mut

Grundsätzlich übernehmen die Helfenden alle Tätigkeiten, für die es keine speziell ausgebildeten Fachleute braucht. Ihre bisherige Erfahrung zeigt, dass sich viele Leute schwertun, um Hilfe zu bitten. Gerade Ältere würden sich oft genieren, sich mit ihrem Anliegen zu melden. Angehörige und Nachbarn dürfen dabei ruhig etwas nachhelfen und sie auf dieses Angebot aufmerksam machen. Gratishilfe gibt es vom Mittwoch bis Samstag, 9. bis 12. April. Wer Hilfe sucht, meldet sich beim Koordinator David Stalder, unter der Nummer 079 207 83 45 oder per Mail an gratishilfe@hope-bern.ch. Hier kann man sich auch für einen freiwilligen Einsatz als Helferin oder Helfer anmelden.

Angebot von A bis Z
Aufräumen
Ausflug
Auto reinigen
Begleitung zu Behörden
Bewerbung schreiben
Brief schreiben
Buchhaltung
Bügeln
Computer einrichten
Einkaufen
Entsorgen
Fahrdienst
Gartenarbeiten
Kaffee trinken
Kinder hüten
Kleinere Installationen
Kleinere Reparaturen
Kochen
Nachhilfe
Näharbeiten
Papierkram
Rasenmähen
Reinigung
Sägen
Schneiden
Smartphone einrichten
Spaziergang
Steuererklärung
Streichen
Vorlesen
Waschen
Wohnungsputz
Zeit verbringen

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