Im Startgeld von einem Franken sind die Getränke inbegriffen. Denn das wissen die Kids jetzt: An der WM gibt es Trinkpausen, selbstverständlich auch im Kleefeld. Sie bieten eine gute Gelegenheit, damit Coaches, aber auch engagierte Eltern nützliche Tipps für den erfolgreichen Umgang mit dem Ball weitergeben können. Einem frisch zusammengestellten Nachwuchsteam wird erklärt, in welche Richtung sie spielen sollen, denn dort sei das gegnerische Tor. Regelkenntnisse sind weniger wichtig. Dafür gibt es nachsichtige Schiedsrichterinnen, die für einen gerechten Spielablauf sorgen und ihre Pfiffe erklären. Die alle etwa 16-jährigen Unparteiischen machen ihre Sache gut. Sie lassen sich auch nicht durch Zuschauerrufe beirren. «Das isch es Foul!» – War es nicht.
Der ganze Anlass wird mit etwa 20 Helferinnen und Helfern durchgeführt, erklärt Claudia Galasso vom Verein IG Kleefeld. Denn es geht ja nicht einfach nur um Fussball. Unter den grossen schattigen Bäumen sind Stände mit Spezialitäten aus diversen Ländern aufgestellt, dazu viel herrlich schmeckendes Gebäck für einen Zweifränkler – wohl tausendmal günstiger als am anderen Fussballturnier.
Was machen übrigens die Turnier-Kids in den Pausen zwischen den einzelnen Matches? Sie schnappen sich einen Ball und «schutten» in einer Ecke des gros-sen Platzes. Da kommen die zuschauenden Grosseltern eher ins Schwitzen. Belebt sind auch die vielen Balkone an den Wohnblöcken rund um das Spielfeld. Fans haben den besten Überblick und sind erst noch nahe am heimischen Kühlschrank. Als ein Helikopter über das Quartier donnert, meint ein Fussballfan: «Oh, jetzt kommt Infantino sogar ans Kleefeld-Turnier.»
Gut spielt man nur mit dem richtigen Shirt. Wir zählen viermal Kylian Mbappé und auch sonst die ganze Fussball-Prominenz auf dem Platz. Da wird viel abgeguckt. Einer beklagt sich: «Die Spiele an der WM finden zu unmöglichen Zeiten statt. So kann ich nichts sehen und lernen.» Der Vater beschwichtigt: «Dafür gehen wir an alle Heimspiele des SC Bümpliz 78. Wenn in der Schule alles klappt, melde ich dich zu einem Probetraining an.»
Später betreten auch zwei Teams mit Erwachsenen das Spielfeld, um die neuen Tore einzuweihen. Alle sind sich einig: Die neuen mobilen Tore aus Aluminium sind absolute Hingucker auf dem Spielfeld. Sie wurden durch Spenden im Quartier möglich gemacht. Der Reporter der BümplizWochen kennt das Resultat des erst spät am Abend ausgetragenen Spiels nicht. Er nimmt aber an, dass das schlussendlich keine grosse Rolle spielt. Denn im Zen-trum stehen hier Spiel, Spass und Zusammenhalt.