Wie lieblich: der neue Glockenklang

Marc de Roche
Der Glockenturm mit der kürzlich eingeweihten Glockenanlage. |

Foto: MDR

Einfach erklärt
Die Glocken der reformierten Kirche Bethlehem läuteten nicht mehr so schön. Sie sind über 60 Jahre alt. Nun wurden sie erneuert. Jetzt klingen sie wieder angenehm und etwas leiser.
Nun läutet es wieder mit angenehmem Klang: Am Sommerfest vom 24. August weihte die reformierte Kirchgemeinde Bethlehem die neue Glockenanlage ein.

Ehrlich: Die fünf über 60-jährigen Glocken am offenen Turm der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Bethlehem tönten seit vielen Jahren aufdringlich schrill und schlicht zu laut. «Das kann man aber nicht einfach so einstellen», erklären die Spezialisten der Aarauer H. Rüetschi AG, der letzten Glockenfirma der Schweiz, mit über 650 Jahren Geschichte eines der ältesten Unternehmen des Landes. Die fünf Glocken wiesen nach der langen Zeit Materialermüdung auf. Man sah hässliche Schlagspuren, und die Trägerachsen waren eingekerbt. Die Tragsicherheit der Glockenaufhängungen musste überprüft, die Schwingungsisolation erneuert und die alten Klöppel durch neue, leichtere ersetzt werden. Das Geläute konnte so restauriert werden, dass die Glocken jetzt etwa drei bis fünf Dezibel leiser tönen. Die Form der Klöppel und die neue Steuerung der Pendelbewegung bringen einen klaren, fast lieblichen Klang. Erhalten bleiben die fünf Glocken, von denen die grösste mehr als zwei Tonnen wiegt. Sie sind wie folgt gestimmt: Des, Es, F, As und B. Nicht ohne Stolz konnte der Kirchgemeinderat mit Projektleiter Andreas Rossi und Präsident David Spycher den neuen Glockenklang mit einem fröhlichen Sommerfest einweihen. Sogar die Kids hinter dem Kirchgemeindehaus meinen anerkennend: «Nöji Plämple, cool.»

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