Traditionen der Zukunft

Sacha Jacqueroud
Von Sacha Jacqueroud - Chefredaktor
Reto Zbinden will mehr Brauchtum und Traditionen an den Schulen.

Foto: zvg

Einfach erklärt

Eine vom Grossen Rat unterstützte Motion von SVP-Grossrat Reto Zbinden verlangt, dass bernische und schweizerische Traditionen, Werte und kulturelles Erbe künftig stärker im Schulunterricht vorkommen.

Im Kanton Bern gibt es einen Leitfaden «Religiöse Symbole», der in diesen Tagen überarbeitet wird. Eine Motion von Grossrat Reto Zbinden (SVP) fordert nun, dass man noch etwas weiter geht und das bernische sowie schweizerische Kulturgut besser in den schulischen Unterricht einbindet.

«Trotz reicher regionaler Traditionen – vom Zibelemärit bis zur Alpabfahrt, vom Trycheln bis zur Fasnacht – fehlt bislang ein systematischer Ansatz zur Vermittlung dieser Inhalte im Unterricht», stellt der Motionär fest und fährt fort: «Auch nationale Werte und Rituale, etwa die direkte Demokratie oder der 1. August finden zu wenig strukturiert Eingang in den Schulalltag.» Deshalb will er, dass der Regierungsrat Massnahmen ergreift, damit Bräuche, Werte, Traditionen und das kulturelle Erbe in die bestehenden Fachbereiche und Module an den Schulen miteinfliesst. Namentlich im Rahmen der laufenden Überarbeitung des Leitfadens «Religiöse Symbole». Der Regierungsrat hat auf dieses Begehren positiv reagiert und schreibt: «Er geht (…) einig, dass es Aufgabe der Schule ist, neben der Wissensvermittlung auch Fähigkeiten zu fördern, welche die Kinder und Jugendlichen zu verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern heranwachsen lassen.» Der Regierungsrat schlägt vor, insbesondere im Fachbereich «Natur Mensch Gesellschaft» (NMG) diese Wertevermittlung einzubauen. Auch der Grosse Rat folgt diesem Vorschlag mit einem deutlichen Mehr. Für die konkrete Umsetzung dieser Forderung überlässt der Regierungsrat den Schulen den notwendigen Freiraum. Diese Motion von Reto Zbinden sichert nichts mehr und nichts weniger als die Traditionen der Zukunft.

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