Störenfried Carl Albert Loosli hat noch viel zu sagen

Marc de Roche
Grosses Interesse am Infoabend auf der Heubühne im Bienzgut.

Foto: zvg/Michael Arn

Einfach erklärt
In der Heubühne Bienzgut wurde ein neues Theaterprojekt über den «Philosophen von Bümpliz», Carl Albert Loosli, vorgestellt. Viele Menschen, von Studierenden bis zu älteren Theaterfreunden, wollen dabei mitmachen.
Die Heubühne ist rappelvoll. Es werden noch links und rechts Stühle hingestellt, dann kann Annemarie Morgenegg loslegen und ihre Vision vom Theaterfest über den «Philosophen von Bümpliz», Carl Albert Loosli, ausmalen.

Alle Anwesenden können sich vorstellen, mitzuwirken, darunter viele junge Studierende von der Hochschule der Künste. «Das ist eine einmalige Chance, gleich am Ort des Studiums in einer grossen Produktion aufzutreten», so eine anwesende Person. Oder: «Ich möchte noch einmal Theaterluft atmen», so ein motivierter 82-Jähriger, der vor Jahren auf dem Gurten bei den Aufführungen von Dällenbach Kari jeden Abend als Statist in Karis Kneipe ein Bier trank. Markus Morgenegg stützt sich als Produktionsleiter auf bewährte Theaterfachleute. Spontan kriegt er die ersten Anmeldungen aus dem Publikum für In-frastruktur, Szenerie, Licht, Ton, Auf- und Abbau.

Worum geht es im Theaterstück? Autor Ueli Blum und Regisseurin Liliana Heimberg, die sich beide intensiv mit der Figur von Loosli auseinandergesetzt haben, tragen Dialoge aus dem Theaterskript vor. «Es gibt vier ganz verschiedene Looslis», sagt Blum. Ein Störenfried ist nicht einfach eine negative Figur. Nein, er kann auch positive Entwicklungen anstossen, indem er einen «faulen oder falschen Frieden» aufdeckt. Und das hat Loosli gemacht. Der Titel passt. Praktisch alle Bücher von und über den Schiftsteller werden in der Bibliothek Bümpliz angeboten.

Info:
Bis Ende November können sich Interessierte unverbindlich für die Mitwirkung an diesem Projekt unter theater-buempliz.ch anmelden.

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