Die Redaktion dieser Zeitung hat sich in einer Klausur im Herbst 2025 Gedanken gemacht, wie sie mit den neuen Möglichkeiten umgehen will. Ein Spannungsfeld zwischen dem Totalverlust des eigenen Handwerks, der Kreativität und der eigenen Fähigkeiten der Journalistinnen und Journalisten bis hin zur Chance, schneller zu schreiben, mehr zu berichten oder gar Stellen einsparen zu können. Kurz: ein Minenfeld voller ethischer und moralischer Bedenken. Der Verlag bm media AG hat für all seine Titel (Könizer Zeitung | Der Sensetaler, BümplizWochen, Gantrisch Zeitung) entschieden, einen Leitsatz einzuführen: KI wird nur als technische Hilfe verwendet, nicht aber für die Inhalte. Konkret nutzt die Redaktion KI für die Korrekturen und als Hilfe für Zusammenfassungen grösserer Textmengen. Das Schreiben selbst bleibt aber in allen Titeln nach wie vor das Handwerk der Journalistinnen und Journalisten. Eine Regionalzeitung lebt von ihrer Nähe zur Bevölkerung, und das muss spürbar bleiben. In einer vertechnisierten Zukunft wird das sogar wichtiger denn je. Auch Recherchen finden ohne KI statt. Die Fehlerquote ist nach wie vor viel zu hoch, und man müsste jede Information ohnehin zusätzlich verifizieren. Wenn also Autorennamen unter den Artikeln stehen, dann darf die Leserschaft dieser Zeitung versichert sein: Diese Person hat den Inhalt auch tatsächlich selbst geschrieben. Getreu dem Motto: Schreiben ist und bleibt ein Handwerk.
Verlagsleiter der bm media AG: Sacha Jacqueroud.
Foto: zvg
Einfach erklärt
Ein paar Informationen in ein Eingabefenster schreiben – und wie durch Zauberhand schreiben einem ChatGPT oder andere Anbieter ganze Texte. Millionen von Menschen nutzen diese Möglichkeit. Und wie gehen die Medien damit um? Abgesehen von ein paar wenigen hüllen sich die meisten Titel in Schweigen. Nicht so die BümplizWochen. Eine Richtlinie über die Nutzung von KI (künstlicher Intelligenz).
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