Es muss nicht immer die Uni sein

Sacha Jacqueroud
Von Sacha Jacqueroud - Chefredaktor
Die grosse weite Welt der Berufe.

Foto: Fotos: zvg

Einfach erklärt
Einfach erklärt: In der Septemberausgabe der «BümplizWochen» erscheint eine Ausbildungsbeilage. Alle Firmen haben die Möglichkeit mitzuwirken und können sich melden. Auch für Gratulationsinserate für Lehrabschlüsse.
«Streng dich an und mach die Matura, dann stehen dir alle Türen offen.» Die Jugendlichen hören solche und ähnliche Sprüche nur allzu oft. Druck entsteht. Druck von aussen. Unnötiger Druck. Denn die Schweiz hat ein offenes Bildungssystem. Ganz nach dem Motto: Kein Abschluss ohne Anschluss.

Jaël ist in der dritten Oberstufe. Je mehr Berufe sie anschaut und je mehr Schnuppertage sie absolviert, desto unsicherer wird sie, was sie eigentlich will. In der Schule heisst es, sie müsse sich beeilen, also Bewerbungen schreiben. Zuhause herrscht der elterliche Wunsch, noch mehr Schule zu machen, um eine akademische Laufbahn zu starten. Längst umschifft Jaël das Thema. Vergebens. Es ist im ganzen Umfeld viel zu wichtig. Am Esstisch kommt es schliesslich zum gros-sen Knall. Wortfetzen fliegen, wenig später knallt ihre Zimmertür zu. Zurück bleibt eine junge Frau, die weinend auf dem Bett kauert und kaum noch weiss, was sie selbst eigentlich will.

Lust statt Frust

Es mag etwas mutig klingen. Doch genau diesen Frust, Stress oder Druck möchte die «BümplizWochen» abfedern. Immer mal wieder bringt die Zeitung deshalb Portraits von Lehrberufen oder zeigt neue Möglichkeiten in der Bildungslandschaft auf. In der Ausgabe vom 12. September kumulieren sich diese Beiträge zu einer ganzen Ausbildungsbeilage. Was macht eine Laborantin am Institut für Immunologie und Virologie? Weshalb kann der Lehrerberuf allen Unkenrufen zum Trotz reizvoll sein? Was macht ein Kunststofftechnologe? Wie verändert sich das KV? Was ist das für ein neuer Beruf, den die Gilgen Door Systems anbieten? Die Beiträge der Beilage sollen zu einem probaten Gegenmittel gegen den Druck werden; sie sollen Lust machen. Lust auf Lehrberufe. 

Region der Chancen

Umso mehr, da im Verteilgebiet dieser Zeitung die ganze Vielfalt vorhanden ist. Die Firmen sind gut untereinander vernetzt und weisen oft langjährige Erfahrung in der Ausbildung auf. Ihnen gehört die Bühne in dieser Beilage. Wer Lehrstellen anbietet, soll sich melden. Wir finden für alle Firmen einen Platz, um sich zu präsentieren. Die «BümplizWochen» bieten eine Gelegenheit, in einer Umgebung von spannenden Artikeln gemeinsam mit den Firmen der Region ein starkes Statement für die Lehrberufe zu setzen. Melden Sie sich.

Zurück zu Jaël. Für junge Menschen beginnt gegen Ende der regulären Schulzeit die Suche nach einer Berufung. Also, nach Interessen, Freude und Motivation. Junge Menschen sollten sich entfalten dürfen. Und ja, vielleicht weiss man seine Bestimmung noch nicht in dem Alter. Genau dafür braucht es eine Entdeckungsreise durch Möglichkeiten und Angebote. Möge unsere Beilage einen Beitrag leisten, um Lehrberufe zu stärken, Druck zu nehmen und Lust zu entfachen.

GEKENNZEICHNET:
Teile diesen Artikel

Neue Beiträge

Neues Kleid

Die Haut des 6,2 Tonnen schweren Chamäleons vor dem Einkaufszentrum ist – wie sie auch in der Heimat dieser Tiere, in Madagaskar, vorkommen mag – in den letzten Jahren etwas…

2 Min. zum Lesen

100’000 PS in Frauenkappelen

Am ersten Juni-Sonntag war die Hauptstrasse in Frauenkappelen nur langsam befahrbar. Die…

4 Min. zum Lesen

Wichtige Forschung an Organoiden

Der aktuelle Ebola-Ausbruch zeigt einmal mehr, wie wichtig das Wissen über Krankheits­erreger…

4 Min. zum Lesen

Herzbeschwerden und Ängste

Spontan haben wir heute eine Frau angesprochen, die vermutlich der einen Leserin…

5 Min. zum Lesen

Maisgetränk «Chicha»

Mais, Äpfel und Quitten: Peruanische Kultur und Schweizer Handwerk werden im neuen…

2 Min. zum Lesen