«Max und die wilde 7 – Die Drachen-Bande» heisst dieser Kinderfilm, eine deutsch-schweizerische Koproduktion. Gefördert wird das Filmprojekt auf Schweizer Seite vom Bundesamt für Kultur und von der Berner Filmförderung. Das Drehbuch schrieben Lisa-Marie Dickreiter und Winfried Oelsner, basierend auf ihrer gleichnamigen Kinderbuchreihe.
Zwar kommen die Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller aus Deutschland, doch wichtige Nebenrollen werden von Schweizerinnen und Schweizern gespielt. Stefan Eichenberger, Produzent der Berner Produktionsfirma Contrast Film, engagierte ebenfalls Filmtechniker aus der Region. So trafen wir Kameramann Gabriel Sandru und den Berner Tonmeister Balthasar Jucker am Set, daneben mehr als 30 weitere Spezialistinnen und Spezialisten, die im und um das Tierheim Abdeckungen, Lampen, Kabel und Schienen für die Kamera verlegten und auch ein schattenspendendes Zelt für das Catering aufbauten. «Nahrhaftes Essen gehört zum Dreh!», meinte ein Crewmitglied und bediente sich am Buffet. Das Ganze ist ein immenser Aufwand für die Szenen, die dann im Film nur ein paar Minuten zu sehen sind. Weitere Szenen wurden ausserdem in Bern gedreht. Dort war auch Uschi Glas dabei. Sie ist zwei Tage jünger als der Reporter, der die deutsche Schauspielerin, Sängerin und Autorin verehrte, als sie 1966 als Apanatschi im Winnetou-Western bekannt wurde.
Doch worum geht es im Kinofilm überhaupt? Marion (Alwara Höfels) ist Altenpflegerin auf Burg Geroldsweck. In dieser Seniorenresidenz hat sich Max (Lucas Bergmann), ihr dreizehnjähriger Sohn, mit der ehemaligen Schauspielerin Vera Hasselberg (Uschi Glas) und anderen Mitbewohnenden angefreundet. Als Motzkopf, der Kater von Max, vor seinen Augen entführt wird, verfolgt er die Spur der Entführer und deckt gemeinsam mit seiner Freundin Laura (Klara Nölle) einen grausamen Plan auf. Die beiden schlies-
sen sich mit ihren schlagfertigen Rentner-Freunden zusammen (so fröhlich müsste es in allen Altersheimen zu und hergehen) – und gemeinsam begeben sie sich auf die Spur einer gefährlichen Bande von Tierentführern. Die Suche führt von einem Tierheim (für dessen Kulisse in Oberbottigen gedreht wurde) zu einer alten Fabrik – und schliesslich decken die jungen Detektive auf, dass die entführten Katzen und Hunde für illegale Experimente mit einer Abnehmspritze für übergewichtige Tiere bestimmt sind. Gleichzeitig läuft auch in der Familie von Max nicht alles rund. Kommen der junge Max und seine Freunde den Bösewichten trotzdem auf die Schliche? Spätestens nächsten Herbst, wenn der Film im Kino läuft, werden wir das wissen. Bis dahin gibt es für die Berner Produktionsfirma noch viel zu tun. Der Vorgänger, «Max und die wilde 7 – Die Geister-Oma» (2024), zog fast 140’000 Menschen in die Kinos und war einer der Kinderfilm-Erfolge des Jahres.
Und wie geht es weiter mit dem ehemaligen Tierheim? Der Präsident des Berner Tierschutzes, Casimir von Arx, sagt dazu: «Dank dem neuen Tierzentrum im Bremgartenwald hat der Berner Tierschutz für das alte Tierheim in Oberbottigen keine Verwendung mehr. Damit wir die Liegenschaft anderweitig nutzen können, muss sie umgezont werden. Wir sind diesbezüglich mit den städtischen Behörden in Kontakt.»
Bleiben wir also gleich doppelt gespannt.