… denn ich weiss Bescheid

Sacha Jacqueroud
Von Sacha Jacqueroud - Chefredaktor
Will, dass die Quartiere Bescheid wissen: Janosch Weyermann (SVP).

Foto: zvg

Einfach erklärt
Eine Motion im Stadtrat wil, dass Grossprojekte zuerst in den Quartieren diskutiert werden können. Ein Anliegen, das alle in der Stradtberner Politik teilen.
«Es geht darum, dass Grossprojekte zuerst in den Quartieren diskutiert werden können», sagt Janosch Weyermann (SVP).  Noch früher und noch besser sollen QBB und Co. über anstehende Änderungen Bescheid wissen.

Diese Ansicht teilt auch Timur Akçasayar (SP). Und trotzdem lehnen die Sozialdemokraten diese Motion ab. Der Einbezug der Stadtteilvertretungen erfolgte heute schon frühzeitig und regelmässig. «Ja, es gab Einzelfälle, die nicht rundliefen, aber sie rechtfertigen keine Änderung», räumt Akçasayar ein. Diese Sicht teilt die Stadtpräsidentin, Marieke Kruit (SP): «Wir teilen das Anliegen einer rechtzeitigen Information an die Quartierorganisationen. Sie sind zentrale Ansprechpartner für uns. Sie machen unsere Vorlagen besser.« Ein klares Bekenntnis und gleichzeitig ein Kompliment an die entsprechenden Institutionen. Dass dies nicht in jedem Einzelfall gelungen sei, ist eine Kritik, welche die Stadtpräsidentin annimmt: «Ja, es gab Fälle, in denen es nicht gut gelaufen ist. «Der Vorstoss ist berechtigt», sagt sie an die Adresse von Weyermann. Deshalb will der Gemeinderat der Stadt Bern die Motion in ein Postulat umwandeln. Zudem meint Kruit: «Die Fristen, Abläufe und so weiter gehören in eine tiefere Stufe, nicht in die Gemeindeordnung.» Die Motionäre sind mit dem Vorschlag einverstanden. Zudem läuft derzeit eine Reform der Verwaltungsorganisation. In diese können Verbesserungen gleich miteinfliessen. Diese Motion ist ein (leider seltenes) gutes Beispiel, wie parteiübergreifend für gute Strukturen gearbeitet wird. Stadtrat und Gemeinderat ziehen an einem Strang, damit die Bevölkerung sagen kann: «… denn ich weiss Bescheid.»

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