«Ich will am Abend sehen, was ich gemacht habe», sagte sie einst als Begründung, weshalb sie die Lehre als Malerin absolvieren wollte. «Muss das sein?», fragte sich René Läderach und erklärt: «Als Vater willst du ja nicht, dass deine Tochter auf dem Bau landet.» Alisha Läderach schmunzelt bei dieser Rückblende und man erkennt schnell, weshalb. Ihr Vater wäre ihr nie im Weg gestanden, er war ganz einfach besorgt. Das änderte sich schlagartig, als sie nach der Ausbildung mal etwas anderes machen wollte. «Ich sagte, du kannst ja ein wenig zu mir ‹fügelen› kommen.» Daraus sind zwölf Jahre geworden, bis sie schliesslich die Firma 2024 übernahm. «Ich bin extrem stolz, dass mein Kind diesen Schritt gemacht hat. Was will man mehr?», lächelt er und ergänzt: «Ich musste ja nicht mal ganz aufhören.» Alisha Läderach begründet umgehend, weshalb: «Er hat 48 Jahre Erfahrung auf diesem Beruf. Das ist eine Menge und er kommt auf Lösungen, die sonst kaum jemand finden könnte.» Wo der Generationenwechsel in anderen Firmen oft zu Spannungen führt, hat er hier für Entspanung gesorgt. Läderachs sind nicht nur Fugenspezialisten, sie sind auch stolze Handwerker mit Herz. Davon handelt die Geschichte von Alisha, die in zwölf Jahren Schritt für Schritt vom Zwischenjob zur Inhaberin gewachsen ist.
«Zepter-Übergabe» an die nächste Genaration: Alisha und René Läderach.
Foto: zvg
Einfach erklärt
Die Inhaberschaft der Firma Läderach AG Fugenabdichtungen hat im letzten Jahr vom Vater zur Tochter gewechselt. Nun arbeiten beide Hand in Hand und nutzen die Stärken dieses Konzepts.
Es gibt jene Firmen, die nach dem Gründer benannt sind, deren neue Besitzer aber längst nicht mehr so heissen. Und dann gibt es Familienunternehmen, denen es gelingt, über Generationen eine Unternehmung zu führen. Zu diesen zählt seit letztem Jahr auch die Läderach GmbH Fugenabdichtungen. Doch der Übergang von Vater René zu Tochter Alisha ist kein alltäglicher.
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