Ein Saal zum bersten voll – am SVP Stadt Bern Neujahrsanlass

«Ihr gebt uns die Kraft dazu»

Sacha Jacqueroud
Von Sacha Jacqueroud - Chefredaktor
Warnt vor Bürokratie-Unsinn aus der EU: Nationalrätin Katja Riem (SVP).

Foto: zvg

Einfach erklärt

Vieles was Rang und Namen hat, erschien am Neujahrsanlass der SVP Stadt Bern. Gastrednerin Nationalrätin Katja Riem (SVP) fesselte die Gäste mit ihrer Rede genauso wie Nationalrat Erich Hess (SVP).

Das sei ein alter Zopf, solche Apéros brauche es nicht mehr, meinten unlängst einige Stadträtinnen und Stadträte in einem Gespräch auf den Treppen. Die befinden sich offenbar auf den Holztreppen. Parteiübergreifend lädt die SVP Stadt Bern ins Hotel Kreuz zum gemütlichen Jahresauftakt ein und die Menschen kommen in Scharen. Der Anlass mausert sich zunehmend zu einem wichtigen Politauftakt.

«Eine 53-seitige EU-Verordnung befiehlt den Winzern, wie die Nährwerte auf einer Flasche deklariert werden müssen», erklärt Nationalrätin Katja Riem (SVP) den Gästen. In ihrer Rede warnt sie mit vielen solchen Beispielen vor zu viel Nähe zur EU: «98 % der Schweizer Firmen sind KMU. Sie sind unser Rückgrat und genau sie leiden darunter. Das Bürokratiemonster EU hat Europa in eine Wirtschaftskrise gestürzt.» Viele bürgerliche Köpfe nicken besorgt. Wie eine jede und ein jeder den KMU helfen kann, das lebt Präsident Thomas Fuchs (SVP) vor. Er zählt auf, was man alleine dank den 200 Gästen im Saal alles machen kann: malen, gipsen, grundbuchen, finanzieren, versichern, drucken, bauen. «Nutzt dieses Netzwerk von bürgerlichen Leuten.» Eine wertschätzende Art, alle Gäste auf Augenhöhe zu begrüssen. Wie wichtig die Arbeit des nimmermüden Präsidenten ist, fasst Nationalrat Erich Hess (SVP) zusammen: «Ich danke ihm, dass er die bürgerlichen Werte zusammenhält.» Dann nimmt er das Mikrofon vom Ständer und spricht in seiner unverwechselbaren Art: «Es arbeiten immer weniger Menschen und immer mehr Menschen profitieren.» Wundenlecken nach der Wahlniederlage letzten Herbst, das war gestern. Schon widmen sich die Bürgerlichen wieder den konkreten Problemen. Mit Blick in den vollen Saal meint Thomas Fuchs: «Wir werden auch weiterhin für jeden Parkplatz und gegen jede Gebührenerhöhung kämpfen. Ihr hier im Saal gebt uns die Kraft dazu.»

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