Zwischen Klischees und Realität: vielfältige Vororte

PD
Von PD
Szene aus dem Film «Zum Beispiel Suberg» (Simon Baumann).

Foto: zvg/S. Baumann

Einfach erklärt

Die Ausstellung Vorortschweiz im Kornhausforum Bern zeigt das Leben in Schweizer Vororten. Es werden verschiedene Baustile, Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Vereine für die diversesten Hobbys vorgestellt.

Was sind Beweggründe und Motivationen, in der Schweizer Agglomeration zu leben? Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigt sich die Ausstellung «Vorortschweiz», die noch bis zum 2. Februar im Kornhausforum zu sehen ist. Während Fotografien und Videoarbeiten von Schweizer Kunstschaffenden die Architektur und Siedlungsentwicklung aufzeigen, bietet das zur Ausstellung gehörende «Festival der Vereine» eine Plattform für Austausch und Begegnung.

Die komplexe Beziehung zwischen Stadt und Land ist in vieler Munde und wird auch politisch intensiv besprochen. Es werden Gräben zwischen der sogenannten Stadt und dem sogenannten Land gezogen, wo vielleicht gar keine sein müssten. Es werden Stereotypen von Stadt- und Landmenschen verhandelt, die mehr polarisieren als verbinden. Die Ausstellung möchte einen anderen Blick auf unterschiedliche visuelle Phänomene richten, ohne diese zu bewerten. Fotografien und Bewegtbilder setzen die Architektur und die Siedlungsentwicklung in Beziehung zum Menschen ins Zentrum. Bei den Fotografien des Kollektivs Purple Eye stehen die Menschen im Vordergrund, genauer, die unterschiedlichsten Schweizer Vereine. Porträtiert sind etwa die Klimaseniorinnen, ein Mermaiding-Verein oder der Wrestling-Verein Brigade Brut. Damit wird die Brücke zum Festival der Vereine geschlagen. Die ausgestellten Arbeiten zeigen, wie wichtig gemeinsam organisierte Aktivitäten für ein Zusammenleben und eine Sozialgemeinschaft in einer Gemeinde sind. Im Kornhausforum soll ein Ort entstehen, der den Austausch zwischen den Vereinen und der Bevölkerung ermöglicht.

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