Bern schafft Platz für Fahrenden-Familien

Salome Guida
Von Salome Guida - Redaktorin
Hier noch unwirtlich, soll der Platz bald eine Art Daheim bieten.

Foto: SG

Einfach erklärt
Fahrende aus dem Ausland bleiben oft ein paar Wochen in der Schweiz. Es gibt zu wenig Plätze für sie. Der Platz in Wileroltigen ist wegen Bauarbeiten geschlossen. Jetzt gibt es einen Platz in Bern-Steigerhubel.
Östlich des Weyerli, auf der anderen Seite des Viadukts, entsteht ein provisorischer Transitplatz für Fahrende. Dieser soll den Ausfall des Platzes in Wileroltigen kompensieren.

Fahrende aus dem Ausland dürfen vorübergehend in der Stadt Bern Halt machen. Normalerweise müssen sie lange suchen und finden oft nur improvisierte Lösungen, um einige Wochen an einem Ort verbleiben zu können. So stellte zum Beispiel Ende März die Gemeinde Belp einer Gruppe von 40 französischen Fahrenden einen Parkplatz beim Flughafen zur Verfügung. In der Region Bern-Mittelland ist die Autobahnraststätte Wileroltigen seit 2019 ein offizieller Transitplatz. Dieser bleibt aber heuer aufgrund von Bauarbeiten geschlossen. «Kanton und Stadt Bern haben deshalb gemeinsam nach einer vorübergehenden Lösung gesucht», heisst es in einer Medienmitteilung von Ende März. Fündig wurden sie an der Steigerhubelstrasse auf der östlichen Arealseite des zukünftigen Campus Bern. Vom 15. April bis Ende August werden rund 36 Familien von ausländischen Roma und Sinti hier eine einfache, zweckmässige Infrastruktur vorfinden. Mitte März genehmigte der Gemeinderat den Leistungsvertrag mit dem Kanton. Die Kosten für die Installation und den Betrieb trägt der Kanton; die Gäste zahlen Benützungsgebüren. Derweil starten in Wileroltigen im April die Bauarbeiten, damit der kantonale Transitplatz auf die Reisesaison 2025 hin bereit ist.

 

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