Ein Blumenstrauss an Themen

Christina Pfanner
Hier sollen Frauen sich inspirieren und austauschen können.

Foto: Foto: zvg

Einfach erklärt
Einfach Erklärt Seit zehn Jahren organisiert Mira Neumann einmal im Jahr einen Anlass für Frauen. Dort können sie ein Wochenende lang Kurse besuchen wie Tanzen, Massagen oder Grenzen setzen. Die Frauen können sich dabei austauschen.
Seit zehn Jahren führt Mira Neumann die «Tolle Frauen Wochenenden» durch. Nach einer Pause soll es nun mit einem neuen Konzept weitergehen.

Zwei Tage lang in Workshops Wissen weitergeben oder Neues lernen, dazwischen gemeinsam kochen, schlemmen, plaudern, austauschen, geniessen. An den «Tolle Frauen Wochenenden» sind Kursleiterinnen genauso Teilnehmerinnen wie alle anderen. Die angebotenen Workshops decken dabei eine ungemeine Breite an Themen ab. Orientalischer Tanz, Voicing, Kraftstäbe schnitzen, Grenzen setzen, Fussreflexzonenmassage, Auftrittskompetenz – die Mischung ist wild und bunt. Ebenso die Frauen selbst: Die jüngste Teilnehmerin bis jetzt war 14 Jahre alt, die älteste 76.

Gelebte Vielfalt

Ins Leben gerufen hat diese Frauenwochenenden die ehemalige Frauenkappelerin Mira Neumann. Mittlerweile lebt sie in Oberbalm, seit zehn Jahren organisiert sie in losen Abständen diese gemeinsamen Inseln. Die Wochenenden leben von Austausch, Einblicken in das eigene Schaffen und in gemachte Erfahrungen. Ins Rollen kam alles mit ihrem 40. Geburtstag. «Ich hatte die Idee, dass es schön wäre, viele Menschen aus meiner Biografie einzuladen», sagt sie. Die Liste an Menschen, welche Neumann in ihrem Leben begleitet hatten, wurde lang und länger. Ihr fiel auf, dass fast alle Frauen neben dem ursprünglichen Beruf noch Zweitausbildungen und Kurse zu einem «Berufungsthema» absolviert hatten – die Vielfalt der Themen überraschte die damals Vierzigjährige. Die Idee war geboren, dieses Wissen an einem Wochenende zusammenzubringen und Raum zu schaffen, in dem sich Frauen gegenseitig inspirieren und vernetzen können. 

Mit viel Idealismus

Die «Tolle Frauen Wochenenden» fanden vor der Pandemie einmal jährlich statt. Programm zusammenstellen, ehrenamtliche Kursleiterinnen engagieren, Website aktuell halten, Werbematerial erstellen, Haus und Küche organisieren, alles koordinieren – der Aufwand summiert sich. Das geht an die Substanz. Schliesslich handelt es sich um ein Herzensprojekt und wird von Neumann neben ihrem Lohnjob gestemmt.

Offen für alle

Die Vorfreude auf ein weiteres Wochenende mit verändertem Konzept im Herbst 2024 ist nun gross. Nach zehn Jahren Erfahrung steht für Mira Neumann fest, dass sie den bisher exklusiv für Frauen gesetzten Rahmen öffnen will. Die Grundidee soll aber gleich bleiben. Zusammenkommen, Workshops von Teilnehmenden für Teilnehmende, sich inspirieren lassen und vernetzen. 

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