358 Millionen Franken Gewinn

Sacha Jacqueroud
Von Sacha Jacqueroud - Chefredaktor
Ein kurzer Moment der Freude im Rathaus dank grossem Gewinn.

Foto: Foto: zvg

Einfach erklärt
Einfach erklärt: Der Kanton Bern macht im Jahr 2022 einen Gewinn von 358 Mio. Franken und baut weiter Schulden ab. Doch weil die Schweizerische Nationalbank vorerst keine Gewinne mehr auszahlt, wird die Zukunft schwierig.
Man muss lange zurückblättern, um ein noch besseres Jahresergebnis zu finden. Der Kanton Bern hat zuletzt 2008 so gut abgeschnitten wie dieses Jahr. Der grosse Gewinn resultiert aus höheren Steuererträgen und tieferen Ausgaben.

Eigentlich rechnete der Kanton Bern mit einem Minus von 88 Mio. Franken. Doch die Steuereinnahmen fielen um 174 Mio. Franken höher aus als geplant. Zudem lagen die Staatsbeiträge  um 175 Mio. Franken tiefer als veranschlagt. Der daraus resultierende Gewinn dient dem Kanton zur Schuldenrückzahlung. Bern gesundet finanziell.

Anlass zu Übermut gibt die Zahl dennoch nicht. Vielmehr ist das eine Beruhigung vor einer angespannten Zeit. Im Jahr 2022 profitierte der Kanton noch 480 von Mio. Franken Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank. Dieser Betrag entfällt im Jahr 2023. Aus diesem Grund hat der Regierungsrat einen restriktiven Budgetvollzug eingeleitet, um eine erneute Verschuldung und ein drohendes Defizit zu minimieren. Noch im Herbst 2022 sah der Kanton Bern die Aussichten weitaus positiver und kündigte sogar tiefere Steuern für natürliche und juristische Personen ab dem Jahr 2024 an. Doch von diesem Vorhaben ist keine Rede mehr, seit bekannt ist, dass die Schweizerische Nationalbank keine Gewinne mehr ausschütten kann. Der Kanton Bern geht davon aus, dass dies auch im Jahr 2024 so bleiben wird.

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