Das Gebiet befindet sich im Entwicklungsschwerpunkt Ausserholligen und gehört damit zu den wichtigsten Transformationsarealen im ganzen Kanton. Besitzerin der Fläche sind die Post Immobilien AG und die Burgergemeinde Bern. Doch derzeit sind auch viele Gewerbebetriebe auf dem Areal angesiedelt, es handelt sich also um eine Industrie- und Gewerbezone. Eine, die genutzt und benötigt wird. Doch genau hier soll begonnen werden, den akuten Wohnungsmangel der Stadt Bern zu beheben. Geplant sind bis zu 1200 Wohnungen, unter anderem mit Hochhäusern bis zu 57 m Höhe. Auf Kosten der Gewerbetreibenden? Der Gemeinderat bleibt in seiner Mitteilung vage und schreibt: «Arbeits- und Gewerbenutzungen sind weiterhin möglich.» Die Frage ist nur welche Arten, denn weiter schreibt die Stadt: «In einem Baubereich sind ausschliesslich gewerbliche Nutzungen erlaubt.» Fakt ist, dass mehrere Einsprachen hängig sind, darunter auch die des Gewerbeverbands. Im Stadtrat dürfte es diesbezüglich hoch zu- und hergehen. Für die Bevölkerung lautet die gute Nachricht: Da eine Überbauungsordnung nötig ist, muss das Volk darüber befinden. Die Abstimmung wird voraussichtlich am 30. November sein.
In Weyermannshaus West sind bis zu 1200 Wohnungen geplant – Nur, wohin mit dem Gewerbe?
…doch die Bevölkerung darf darüber bestimmen
Von
Sacha Jacqueroud
- Chefredaktor
Wo ist das Gewerbe? Visualisierung für das Weyermannshaus West.
Foto: zvg
Einfach erklärt
1200 neue Wohnungen im Areal Weyermannshaus West. Was erst mal toll klingt, könnte aber für die momentan dort ansässigen Gewerbetreibenden zum Problem werden. Müssen sie wegen der Wohnungsnot weichen?
1200 neue Wohnungen im Areal Weyermannshaus West. Was erst mal toll klingt, könnte aber für die momentan dort ansässigen Gewerbetreibenden zum Problem werden. Müssen sie wegen der Wohnungsnot weichen?
Es ist ein Grossprojekt, das wohl besser klingt, als es ist. Das Areal Weyermannshaus West soll zu einem nutzungsdurchmischten und verdichteten Quartier mit hohem Wohnanteil entwickelt werden. Eine der letzten Industriezonen Berns muss weichen, und mit ihr die Betriebe.
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