Müssen Arbeitnehmende geschützt werden?

Sacha Jacqueroud
Von Sacha Jacqueroud - Chefredaktor
Will den Fall geklärt sehen: Stadtrat Janosch Weyermann (SVP).

Foto: zvg

Einfach erklärt

Stadträte aus dem Stadtteil VI haben kürzlich eine dringliche Interpellation lanciert. Der Gemeinderat soll mehrere Kündigungen im Kompetenzzen- trum Arbeit untersuchen. Nun hat dieser darauf geantwortet.

Im Kompetenzzentrum Arbeit der Stadt Bern ist es zu einem offenen Konflikt zwischen Leitung und Angestellten gekommen. Es hagelte Kündigungen. Eine dringliche Interpellation, unter anderem eingereicht von zwei Stadträten aus dem Stadtteil VI, verlangt rasches Handeln.

Das Kompetenzzentrum Arbeit soll Sozialhilfebeziehende in den Arbeitsmarkt integrieren. Es gehe aber immer weniger darum, auf die Klienten einzugehen, sondern vielmehr um das Abrechnen der Massnahmen und sich damit Geld vom Kanton zu sichern; so geben es Ehemalige zu Protokoll. Janosch Weyermann (SVP), Ueli Jaisli (SVP) und Thomas Glauser (SVP) verlangen nun vom Gemeinderat eine Reaktion. Dieser antwortet und verweist auf die vom Kanton Bern seit mehreren Jahren verfolgte Absicht, die Arbeitsintegration in der Sozialhile neu zu organisieren. Vor allem durch stärkere Anreizorientierung und höhere Kostenkontrolle. Diese Praxis stosse vielerorts auf Unverständnis und sorge für Diskussionen. Von den Gemeinden verlangt der Kanton «eine vorausschauende Anpassungsleis-tung». Das Kompetenzzentrum Arbeit steht unter Reformdruck und dort, wo dieser verstärkt spürbar ist, kommt es zu Kritik. Die Probleme seien offen diskutiert und von einer externen Fachperson begleitet worden, sagt der Gemeinderat. Er sehe keinen Grund, in die operative Führung im Kompetenzzentrum Arbeit einzugreifen. Er verweist dabei auf die Tatsache, dass die Probleme nun schon 1,5 Jahre zurückliegen und seither angegangen werden.

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