Frauenkappeler Grossrat Tobias Vögeli (GLP) will die Gesundheitskosten senken

Physiotherapie soll dazugehören

Sacha Jacqueroud
Von Sacha Jacqueroud - Chefredaktor
Frauenkappeler Grossrat Tobias Vögeli (GLP).

Foto: zvg

Einfach erklärt
Physiotherapeuten in der Notfallmedizin. Das will Grossrat Tobias Vögeli (GLP). Dieses Modell helfe Gesundheitskosten zu senken, deshalb macht er eine Motion im Grossen Rat des Kantons Bern.
Im Dschungel des Gesundheitswesens verirren sich viele. Lianenhafte Verflechtungen machen den Koloss kompliziert und wenig durchschaubar. Daran leidet auch der Kanton Bern. Nun wagt Grossrat Tobias Vögeli (GLP) einen Anlauf. Er will die Physiotherapie in die integrierte Versorgung packen.

Und damit die Gesundheitskosten senken. «Eine steigende Zahl von Notfallkonsultationen erfordert einen effizienten Einsatz der verfügbaren Ressourcen», schreibt der Frauenkappeler. In anderen Ländern werden Physiotherapeuten in diesen Bereich miteinbezogen. Auch weil sich diese Ausbildung mit Aus- und Weiterbildungen auf Masterniveau Expertenkompetenzen angeeignet habe. In der Insel-Gruppe ist bereits ein Versuch angelaufen. Mit Erfolg, wie aus der Studie hervorgeht. Der Regierungsrat soll nun prüfen, ob man dieses System im ganzen Kanton einführen könnte. Den Einbezug von Gesundheitsfachpersonen mit erweiterten Kompetenzen nennt man «Advanced Practice (AP)». Der Regierungsrat meint, dass die Kostenauswirkungen kaum abschätzbar seien. Die Erforschung der Auswirkungen sowie der Rolle der Physiotherapeuten als AP müsse aber auf Bundesebene gemacht werden. «Die Handlungsspielräume auf kantonaler Ebene sind begrenzt», sagt der Regierungsrat. Die Kompetenzfrage zwischen Kanton und Bund ist leider oft ein Bremsklotz in der Fortschrittsmaschinerie. Vögeli muss sich wohl gedulden.

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