Der neue «Toyota Corolla 20 HSD GR Sport e-CVT» im Fahrzeugtest

Nicht mehr «nur» der Beste

Sacha Jacqueroud
Von Sacha Jacqueroud - Chefredaktor
Nicht mehr nur besonders gut, sondern auch schön: der neue «Toyota Corolla 20 HSD GR Sport e-CVT».

Foto: SJ

Einfach erklärt
Regelmässig testen die BümplizWochen neue Fahrzeuge der Autogaragen der Region. Diesmal den neuen Toyota Corolla 20 HSD GR Sport e-CVT, von den MARAG Garagen Wabern und Toffen zur Verfügung gestellt.
Es ist wie im Sport. Marco Odermatt ist der vermutlich weltbeste Skirennfahrer, seine Leistungen sind unerreicht. Wenn es aber um die Ästhetik geht, haben möglicherweise andere Menschen die Nase vorn. So war es lange beim Corolla. Eine Legende der Zuverlässigkeit auf vier Rädern, in Sachen Schönheit aber stets ein wenig belächelt. Das soll sich nun ändern – geht es nach Toyota.

Und zwar mit dem neuen «Toyota Corolla». Das uns von den MARAG Garagen AG Toffen und Wabern zur Verfügung gestellte Testfahrzeug ist die Sportversion des vermeintlichen neuen Schönlings. Bereits der Toyota Corolla Cross ging nicht mehr – wie seine Vorgänger – in der Masse unter. Mit dem Facelift der neusten Generation aber darf man festhalten: Bei der inzwischen zwölften Generation hat Toyota noch einen draufgesetzt. Der kompakte Japaner wirkt jetzt nicht nur aussen, sondern auch im Innenraum so flott wie nie zuvor. Moderne Linien, wertige Oberflächen – ein grosser Fortschritt.

Ein Power-Corolla

Der Corolla ist wie getestet, also mit grossem Zweiliter-Hybrid und als GR Sport, ein sportliches Auto geworden. Antriebsseitig zerrt die verbesserte Gasannahme des auf 196 PS erstarkten Voll-Hybridantriebs den Corolla in 8,2 Sekunden auf Tempo 100. Doch im etwas gemächlicheren Alltagsverkehr gleitet man erstaunlich oft rein elektrisch dahin, selbst bei über
100 km/h macht der 113 PS starke E-Motor dies möglich. Das wirkt sich natürlich auch auf den Verbrauch aus. Auf der Testfahrt von Wabern nach Wahlern und zurück ergibt sich am Ende ein Testverbrauch von 5,9 Liter auf 100 Kilometer. In der Stadt sind auch Verbräuche mit einer 4 vor dem Komma locker möglich, bei Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn genehmigt sich der Corolla rund 5,5 Liter. 

Ein digitaler Corolla

Im Innenraum zog mit dem Facelift mehr digitaler Zeitgeist ein. Das 10,5-Zoll-Infotainment navigiert jetzt cloudbasiert. Alternativ lassen sich auch Offline-Karten ordern. Und das ganze System ist «over the air» updatefähig. Die Daten vor dem Fahrer präsentiert nun ein 12,3 Zoll grosser Bildschirm. Welche Daten dargestellt werden, lässt sich für links, rechts und Mitte recht frei konfigurieren. Übrigens bietet der Corolla auch mehrere Fahrmodi an. Im Allgemeinen lassen die Knöpfe im Corolla-Cockpit eine angenehm intuitive Bedienung zu, das griffige Sportlenkrad gefällt ebenfalls. Die Sportsitze sind straff gepolstert und dem Fahrspass sind von sportlich bis umweltbewusst keine Reichweitengrenzen gesetzt.

Ein Platzschenker

Wer zudem ein kompaktes Auto sucht und dennoch wie von Zauberhand viel Platz darin erhalten will, der muss den Corolla genauer anschauen. 480 l Kofferraumvolumen sind eine Ansage, vor allen Dingen weil vorne ein veritabler Fünfsitzer die Passagiere bequem von A wie Alterswil nach Z wie Zollikofen bringt.

Das uns von der MARAG Garagen AG Toffen und Wabern zur Verfügung gestellte Testfahrzeug ist für 42’850 Franken erhältlich. Doch den Corolla gibt es ohne Sportausführung bereits ab 32’700 Franken. Nach dem Fahrtest spricht nichts dagegen, dass sich auch der neue Corolla wieder in den Reigen der zuverlässigsten Autos auf dem Markt einreiht. Neu aber sticht er heraus. Aus dem Spitzensportler ist nun auch noch ein Ästhet geworden. Oder kurz gesagt: Der «Toyota Corolla 20 HSD GR Sport e-CVT» ist nicht mehr «nur» der Beste, sondern auch ein schöner Bester.

Sacha Jacqueroud

 

INFO:

Mehr Informationen zum neuen «Toyota Corolla 20 HSD GR Sport e-CVT» sind bei den MARAG Garagen Wabern und Toffen erhältlich.

GEKENNZEICHNET:
Teile diesen Artikel

Neue Beiträge

Frauen im Pech, Männer ungefährdet

Mit sieben Meistertiteln stellen die Männer von Futsal Minerva unangefochten das stärkste Team der Schweiz. Neuerdings sind auch die Frauen auf dem Vormarsch und gewannen in der Gruppe West der…

Von Pierre Benoit 1 Min. zum Lesen

Frühlingsnews aus der VBG

Ab dem 1. März bekommt das Kleefeld einen neuen Treffpunkt: Die Baracke…

Von Quartiernews der VBG 3 Min. zum Lesen

Eine Lebensgeschichte für «Das Fenster zum Sonntag»

Ich weiss schon, weshalb ich meinen Job als freier Mitarbeiter der BümplizWochen…

Von Thomas Bornhauser 5 Min. zum Lesen

Luege, lose, lafere

Von Mikrofonen verstärkt hallen die Voten durch den altehrwürdigen grossen Saal im…

Von Sacha Jacqueroud 2 Min. zum Lesen

Emotionen gibt es beim Tramfahren keine

Ab und an gibt es in der «Bümpliz-Wochen» Autotests zu lesen. Zusammengezählt…

Von Sacha Jacqueroud 6 Min. zum Lesen