Nächstes Jahr weichen das Hallenbad und die Kunsteisbahn Weyermannshaus einem Neubau. Doch Teile der alten Gebäude sollen ein zweites Leben erhalten: als Stadtpavillon unter dem Autobahnviadukt in Ausserholligen. Dort entsteht im Zug der diversen Bauprojekte ein öffentlicher Freiraum, der die umliegenden Quartiere miteinander verbinden soll. Anstatt Abstellfläche zu sein, wird das Gebiet öffentlich zugänglich. Wie sich aus den vorhandenen Bauteilen ein Pavillon gestalten lässt, untersuchten Architekturstudierende der Berner Fachhochschule im Auftrag der Stadt Bern. In Zweierteams entwickelten sie 14 Entwürfe. Als Sieger ging das Projekt «Stübli» hervor. Besonders auffällig ist die kreative Wiederverwendung der Materialien: Ausgeschnittene Betonelemente des Weyermannshauses bilden die tragende Struktur. Die metallenen Garderobenschränke werden zu Fassadenelementen und erinnern damit an ihre ursprüngliche Nutzung im «Weyerli». Das filigrane Dach entsteht aus alten Holzlatten, die zu einem Fachwerk zusammengesetzt und mit Kunststoffrohren bedeckt werden. Der Pavillon soll mit seinem offenen Grundriss als öffentlicher Begegnungsort dienen. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie sich beim Bauen Ressourcen schonen lassen. Denn anders als bei üblichen Architekturwettbewerben bildeten hier nicht die Anforderungen an das Gebäude, sondern die vorhandenen Materialien den Ausgangspunkt. Das «Stübli» wird nun weiterentwickelt. Die Realisierung ist für 2028 vorgesehen.
So soll der Stadtpavillon dereinst aussehen.
Foto: zvg
Einfach erklärt
Der Autobahnviadukt in Ausserholligen wird öffentich zugänglich. Es gibt dort auch Pavillons. Zum Beispiel aus Material aus dem Weyerli.
Der Autobahnviadukt in Ausserholligen wird öffentich zugänglich. Es gibt dort auch Pavillons. Zum Beispiel aus Material aus dem Weyerli.
Aus alten Garderobenschränken, Betonelementen und Holzlatten des Weyerli soll ein neuer Begegnungsort entstehen. Das Siegerprojekt «Stübli» zeigt, wie aus gebrauchten Baumaterialien neue Architektur werden kann.
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