Die Lage in Afghanistan bleibt dramatisch: Die Taliban haben seit der Machtübernahme vor gut drei Jahren die Rechte von Frauen und Mädchen massiv eingeschränkt. Bildungschancen für Mädchen sind stark begrenzt; zudem verschärft sich die humanitäre Lage laufend. Die Organisation begleitet – dank der engen Zusammenarbeit mit lokal tätigen Organisationen – Frauen dabei, sich Zugang zu Gesundheitsversorgung und zu stärkendem Austausch untereinander zu schaffen. «Im Rahmen unserer Arbeit treffen sich momentan rund 2000 afghanische Frauen in ca. 120 Selbsthilfegruppen in Kabul und Scheberghan. Den Mut dieser Frauen, sich trotz drohender Repressionen zu treffen und sich zu organisieren, finde ich beachtlich», sagt Selina Leu von Women’s Hope. Die NGO erachte es als grossen Erfolg, dass im Selbsthilfegruppenprojekt noch immer so viele Gruppen aktiv seien und sich unter dem Radar der Taliban treffen. «Wir spüren bei den Frauen eine extrem hohe Motivation – sie wollen sich mit der Situation nicht abfinden. Wir hören, wie sie sich bei akuten Gewaltfällen zusammenschliessen, Betroffene bei sich aufnehmen und gemeinsam den Tätern entgegentreten. Das alles macht uns Mut für die Zukunft, auch wenn die äusseren Bedingungen momentan sehr schwierig sind», so Leu.
Frauen treffen sich in Gruppen
Foto: zvg/WHSA/WHI
Einfach erklärt
In Afghanistan ist die Lage für Frauen schlimm. Eine Organisation aus Bethlehem setzt sich dafür ein, dass die Frauen sich dort unterstützen können. Diese Frauen haben sehr viel Mut.
Trotz der alarmierenden Situation in Afghanistan setzt sich die Bethlehemer NGO Women's Hope International dafür ein, Frauen vor Ort zu stärken und ihre Gesundheit und Rechte zu fördern. Frauen, die schier unmöglichen Widerständen trotzen und zusammenhalten.
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