Geld, Gene, Glaubenssätze

Nadia Berger
Von Nadia Berger - Redaktorin
Wie gehen Sie mit dem Erbe Ihrer Familie um?

Foto: zvg

Einfach erklärt

Wir erben alle etwas von unseren Familien. Es kann das Aussehen,  der Humor, der Name oder auch Geld sein. Im Berner Generationenhaus gibt es jetzt eine Ausstellung dazu.

Erben tun wir alle, ob wir nun wollen oder nicht. Ganz egal ob Geld, Gene oder Glaubenssätze.Für einige bedeutet es Segen, für andere Fluch. Eine Ausstellung im Berner Generationenhaus befasst sich nun umfassend mit diesem Thema.

Das vererbte Vermögen in der Schweiz steigt rasant. Wurden im Jahr 1990 noch 36 Mrd. Franken vererbt, waren es 2020 schon 95 Mrd. Franken. Viel Geld, das sehr ungleich verteilt ist. 1 % der grössten Erbschaften macht 30 % aller Erbschaften aus, jeder zweite Vermögensfranken wird vererbt. Und dennoch zeigen Umfragen, dass  85 % der Schweizer Bevölkerung im «unverdienten» Vermögen kein Gerechtigkeitsproblem sehen. Doch zu erben umfasst natürlich weit mehr als nur monetäre Erbschaften. Etwa Aspekte des Aussehens, den Humor, den Namen, Traditionen oder auch Traumas. Denn was uns in die Wiege gelegt wird, prägt den Lauf unseres Lebens. Die Ausstellung «Hilfe, ich Erbe» im Generationenhaus führt die Besuchenden durch diese Themen, etwa indem sie beim Betreten der Ausstellung eine Weste erhalten, die sie mit Begriffen passend zu ihrem persönlichen Erbe versehen können. Auf dem Rundgang lernen Interessierte Portraits von Menschen kennen, die verschiedenste Dinge geerbt haben. Die Ausstellung soll Besuchende inspirieren, die eigenen Wurzeln zu entdecken.

Info:

Die Ausstellung läuft noch bis am 26. Oktober 2025.
www.begh.ch/erben/ausstellung

GEKENNZEICHNET:
Teile diesen Artikel

Neue Beiträge

Ein Hauch von Hollywood

Wer aufmerksam den Abspann der Filme in Kino und Fernsehen oder auf Streaming-Plattformen liest, stösst immer wieder auf den Eintrag «Produzent: Stefan Eichenberger». Doch wer macht das schon? Dabei begegnet…

4 Min. zum Lesen

Ein Biber erzählt

Das Bundesamt für Umwelt schreibt über den Biber: «Dieses Tier gestaltet durch…

4 Min. zum Lesen

Mit dem Tscharni (auf)gewachsen

Es ist heiss, als ich in bekannter Manier auf Kurt Brönnimann zugehe.…

4 Min. zum Lesen

Neuer Schwung für alten Anlass

Jeweils am letzten Samstag im August verwandelt sich das Dorfzentrum von Oberwangen…

2 Min. zum Lesen

Die unsichtbaren Arbeitsbienen

Die Bümplizer-Chilbi steht vor der Tür – und Menschen von jung bis…

5 Min. zum Lesen