Offene Türen statt offene Wunden

Sacha Jacqueroud
Von Sacha Jacqueroud - Chefredaktor
Das Phantom zu reanimieren will geübt sein.

Foto: zvg

Einfach erklärt
Die Samariter Bümpliz haben einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Es kamen fast 50 Gäste. Sie konnten vieles ausprobieren, Defibrilator, Wunden verbinden oder Reanimation.
Es sind freudige Worte, welche die Präsidentin Anita Gerber äussert. «Unser Tag der offenen Tür ist vorbei und wir durften rund 50 Personen begrüssen.» Die Samariter Bümpliz werden im Stadtteil VI überaus geschätzt.

Der Besuch hat sich für die Gäste auf jeden Fall gelohnt und das nicht nur dank der Getränke und  Köstlichkeiten. Die Vereinsmitglieder warten mit verschiedenen Attraktionen und Posten auf.  Besuchende dürfen sich etwa im Verbinden von Wunden üben. Je nach Körperstelle bedarf es einer ganz anderen Technik. Noch etwas kniffliger ist der Organ-Thorso. Nimmt man ihn auseinander, muss man plötzlich genau wissen wo Leber, Niere und Co. hingehören. «Oft ein Spass für die ganze Familie», sagt Gerber. Anatomisch gefordert wird auch, wer das Skelett-Puzzle zusammensetzen will. Konkret wird es dann bei den Phantomen. An ihnen versuchen sich die Gäste im Reanimieren oder Defibrillieren. Wissen, das jeden Tag und überall plötzlich dingend benötigt werden kann. Für die jüngsten Gäste bleibt aber ein anderes Highlight in noch besserer Erinnerung: die sogenannten Moulagen. Hierbei werden Wunden mit Kunstblut erstellt, damit der «Fall» auch ernst genug aussieht. Ob sich manche Eltern ab dem schauerlichen Anblick erstmals erschrocken haben, bleibt offen. Klar ist aber, dass die Arbeit der Samariter Bümpliz interessiert. «Wir durften Werbematerial und Jahresprogramme abgeben und freuen uns nun auf die nächsten Übungen und Schnupperbesuche», meint Gerber. Schliesslich wollen alle lieber offene Türen statt offene Wunden.

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