Fische staunen: «Da waren wir doch schon einmal!»

Marc de Roche
Benjamin Bracher und Christian Rolli holen beim Weyermannshaus behutsam die Fische – hauptsächlich Bachforellen – aus dem Stadtbach.

Foto: MDR

Einfach erklärt

Der Stadtbach fliesst von Niederwangen über Bümpliz bis ins Berner Stadtzentrum. Wegen Bauarbeiten wird er in den Wohlensee umgeleitet. Es hat noch Fische im alten Bachbett. Sie werden umplatziert.

Der Stadtbach fliesst bis im Herbst nicht mehr ins Zentrum. Für die zurückgebliebenen Fische heisst das: zurück auf Feld 1.

Für den Bau der neuen Unterführung im Stöckackerquartier wird der Stadtbachkanal bis Ende September 2025 ab dem Untermattweg in den Wohlensee geleitet.

Und die Fische, die im Bachbett zurückbleiben? Projektleiter Daniel Spahni vom Tiefbauamt: «Wir treiben sie an vorbestimmte Orte, wo dann Spezialisten von der kantonalen Fischereiwirtschaft die Tiere elektrisch herausfischen.»  Elektrisch? Ja, aber die Fische werden nicht etwa mit Elektroschock betäubt. Nein, Fische, die zwischen die ins Wasser eingetauchte Elektroden geraten, positionieren sich ganz ruhig und so, dass der Kopf auf die positive Elektrode gerichtet ist. So können sie leicht gekeschert, also mit dem Netz aufgenommen werden. Ganz harmlos.

Was geschieht dann mit den Fischen? Kommen sie in die Bratpfanne? Sicher nicht! Die Fischer bringen sie unverzüglich wieder in den Oberlauf des Stadtbachs bei Niederwangen, wo sie ja herkommen.

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